11.10.2005 - Die Kraft des Lächelns
Im Buch „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Eric-Emmanuel Schmitt sagt Monsieur Ibrahim zu Moses: „Höflichsein ist gut. Freundlich sein ist besser. Versuch es mal mit einem Lächeln, und du wirst sehen.“ Moses versucht es natürlich zugleich. Beschenkt seine Umwelt mit einem Lächeln und erntet zugleich Zuneigung und Freundlichkeit.
Ich lächle gerne, bin gerne freundlich. Ich habe selten das Bedürfnis einer Verkäuferin oder einem Verkäufern, dem Empfang an einer Rezeption die Meinung zu geigen und sicher auch mal die Laune zu verderben. Wenn es mich dazu juckt weiß ich, dass es berechtig ist.
„und du wirst sehen…“ sagte Monsieur Ibrahim. Fährt man mit dem Wagen ran, steigt aus und fragt freundlich und mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach dem Weg, macht das sicher einen Unterschied dazu, ob man sich aus dem Fenster lehnt, einen Passanten ganz frech an den Wagen winkt und eine auf einem Zettel geschriebene Adresse mit den Worten „Da wollen wir hin!“ eintgegenstreckt.
Das Lächeln öffnet den Menschen vor einem, er vertraut einen. Oder eher: ist williger auf den Lächelnden einzugehen. Wer würde schon gerne jemandem eine Frage beantworten, streng genommen also einen Gefallen tun, der einen ankeift.
Selbst über alle Landesgrenzen kann man das doch beobachten. Es ist meiner Meinung nach im Ausland noch so viel wichtiger. Denn nicht immer spricht man die einheimische Sprache fließend. Dann werden Gestik und Mimik viel entschiedener als sie ohnehin schon sind und vieles läuft dann, zum Beispiel nur über ein Lächeln.
Monsieur Ibrahim ist ein weiser Mann …
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