Fragen ohne Antworten und andere Weisheiten

12.10.2005 - Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr

Kennt ihr das: Man lebt in einer Stadt, in seiner Stadt, geht zügig von Geschäft zu Geschäft, bringt die Erledigungen hinter sich und verschwindet schnurstracks wieder nach Hause? Das etwas nicht stimmt stellt man später immer dann fest, wenn man auf einige Touristenschwärme stößt und sich fragt: „Was wollen die hier?“. Natürlich kennt man die Geschichte der Heimatstadt, die Besonderheiten, die Gebäude, doch vor allem die Schönheit. Folgt man den Objektiven der von kleinen japanischen Hände gehaltenen Kameras weiter, entdeckt man genau diese Schönheit der eigenen Heimatstadt wieder aufs Neuen zu schätzen.

Bei den nächsten Erledigungen wird man automatisch aufrecht und mit geschwollener Brust immer noch von Geschäft zu Geschäft gehen, diesmal aber mit dem Bewusstsein, vielleicht sogar dem Stolz, in dieser Stadt zu leben.

Wie blind Alltägliches doch machen kann …

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11.10.2005 - Die Kraft des Lächelns

Im Buch „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Eric-Emmanuel Schmitt sagt Monsieur Ibrahim zu Moses: „Höflichsein ist gut. Freundlich sein ist besser. Versuch es mal mit einem Lächeln, und du wirst sehen.“ Moses versucht es natürlich zugleich. Beschenkt seine Umwelt mit einem Lächeln und erntet zugleich Zuneigung und Freundlichkeit.

Ich lächle gerne, bin gerne freundlich. Ich habe selten das Bedürfnis einer Verkäuferin oder einem Verkäufern, dem Empfang an einer Rezeption die Meinung zu geigen und sicher auch mal die Laune zu verderben. Wenn es mich dazu juckt weiß ich, dass es berechtig ist.

„und du wirst sehen…“ sagte Monsieur Ibrahim. Fährt man mit dem Wagen ran, steigt aus und fragt freundlich und mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach dem Weg, macht das sicher einen Unterschied dazu, ob man sich aus dem Fenster lehnt, einen Passanten ganz frech an den Wagen winkt und eine auf einem Zettel geschriebene Adresse mit den Worten „Da wollen wir hin!“ eintgegenstreckt.

Das Lächeln öffnet den Menschen vor einem, er vertraut einen. Oder eher: ist williger auf den Lächelnden einzugehen. Wer würde schon gerne jemandem eine Frage beantworten, streng genommen also einen Gefallen tun, der einen ankeift.

Selbst über alle Landesgrenzen kann man das doch beobachten. Es ist meiner Meinung nach im Ausland noch so viel wichtiger. Denn nicht immer spricht man die einheimische Sprache fließend. Dann werden Gestik und Mimik viel entschiedener als sie ohnehin schon sind und vieles läuft dann, zum Beispiel nur über ein Lächeln.

Monsieur Ibrahim ist ein weiser Mann …

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11.10.2005 - Ein Blog also

In diesem Weblog möchte ich Fragen formulieren, die mir oder vielleicht auch dem ein oder anderem Leser das Leben stellt. Häufig sind dies Punkte, an denen man sich beim Erleben stößt oder hängen bleibt, über die man nicht so einfach hinweg lebt, sie überlebt. Sondern eben diese Situationen, über die man noch einmal nachdenken muss und für sich auch gar nicht direkt klären kann, keine Antwort darauf hat; Fragen ohne Antworten eben.

Auf Antworten stößt man nicht immer oder werde ich sicher nicht immer stoßen. Dennoch möchte ich die Fragen formulieren und meine Gedanken dazu „kreisen“ lassen.

Die ein oder andere (Möchtegern-)Weisheit wird ganz sicher Hintergrund einiger solcher Fragen sein: „Die Kraft des Lächelns“ – hilft uns Freundlichkeit im Leben weiter, oder was wir für ein besseres Zusammenleben tun können.

Nein, ich leide nicht unter dem Zwang die Welt zu verbessern, dennoch sei es erlaubt, sich darüber die ein oder anderen Gedanken und Fragen zu stellen.

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